...auf Reisen
18. Februar 2015

Auf humanitärer Mission – Bericht über eine „skandalöse“ Reise in die Ostukraine

Allen Spenderinnen und Spendern sind wir verpflichtet, unabhängig davon, wie sie selbst ihren politischen Standort beschreiben. Über politische Erfahrungen zur Deeskalation von Konflikten verfügen Andrej Hunko und Wolfgang Gehrcke nicht zuletzt, weil die Linksfraktion im Bundestag und die Partei DIE LINKE in der Friedenspolitik konsequent für eine neue Entspannungspolitik in Europa eingetreten sind. Wir haben aber auch zugesagt, und dabei bleibt es, dass wir unsere humanitäre Initiative, Kindern zu helfen, nicht mit der Propaganda unserer politischen Positionen verbinden werden. Humanitäre Hilfe fragt nicht und darf nicht fragen nach Religion, Weltanschauung, Parteimitgliedschaft der Empfängerinnen und Empfänger. Wir waren und sind überwältigt und beglückt von der großen Bereitschaft so vieler Menschen, zu helfen.

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14. Februar 2015

Hilfe für die Kinder von Donezk

16 Uhr - Medikamente übergeben. Eine Weiterfahrt nach Gorlovka ist für uns heute nicht möglich, die Freunde vor Ort werden die Lieferung weiterleiten. Dafür herzlichen Dank! Die Übergabe der Medikamente auch zu einem Treffen mit den örtlichen Autoritäten geführt, unter ihnen auch Alexander Sachartschenko. Bis in die letzten Stunden hinein liegt die Stadt unter Artillerie- und Raketenbeschuss. Das war eine nicht ganz ungefährliche Situation und wir sind froh und glücklich, dass wir uns unbeschadet auf den Rückweg machen können. Es ist und bleibt unsere Überzeugung, dass humanitäre Hilfe nicht nach Nationalität, Geschlecht, Parteibuch oder Weltanschauung fragt. Humanitäre Hilfe darf nicht unter ein politisches Kalkül gestellt werden. Unsere Besuche in Krankenhäusern in Donezk haben uns darin bestärkt. Wir haben gesehen, dass dringend geholfen werden muss.

Wir hoffen jetzt, dass die vereinbarte Waffenruhe den Menschen ein Durchatmen ermöglicht und weitere Hilfe mit weniger Gefahr geleistet werden kann. Unsere Hilfe jedenfalls ist noch nicht beendet, so wie die Unterstützung dieser Aktion immer noch groß ist: bis heute sind insgesamt 76.000 Euro an Spendengeldern eingegangen. Herzlichen Dank dafür!

13.30 Uhr - Angekommen in Donezk, sind wir hier erst einmal in einem Krankenhaus zu Gast - ein Teil der Medikamente wird in Donezk bleiben. Wir haben 28 Tonnen geladen, die Hälfte soll nach Gorlovka transportiert werden, jeweils 7 Tonnen werden an Kinderkrankenhäuser hier in Donezk und in Lugansk übergeben. Ob wir wirklich selbst noch nach Gorlovka kommen, ist sehr ungewiss. Die Stadt steht unter heftigem Feuer, wie uns berichtet wird. Auch hier in Donezk mussten wir uns in Sicherheit bringen, als plötzlich wenige hundert Meter entfernt Granaten detonierten. Der Gesundheitsminister der "Volksrepublik Donezk" hat den Transport empfangen, jetzt überbrücken wir die Zwangspause mit Gesprächen.

10 Uhr - kurz vor Donezk: Dem Hilfstransport kommen viele Fahrzeuge entgegen und die Menschen, unter ihnen ein Minister der "Donezker Volksrepublik", begrüßen die Hilfe und die Helfer. In einem großen Konvoi geht es jetzt weiter nach Donezk.

8 Uhr - Auf dem Weg in den Donbass. Dank der vielen Spenden und der Unterstützung vor Ort in Rostow konnten wir vier kleine LKWs mit medizinischen Hilfsgütern zusammen stellen. Sie gehen an Krankenhäuser in Donezk, Gorlowka und Lugansk. Die Übergabe wird heute Mittag in Donezk stattfinden.

 

 
13. Februar 2015

Hilfe für die Kinder von Donezk

Mehr als 74.000 Euro hat unser Aufruf "Hilfe für die Kinder in Donezk" bisher erbracht. Wir haben jetzt eine erste Lieferung Medikamente für das Kinderkrankenhaus Gorlovka gekauft und stehen mit vier Lastwagen in Rostov. Noch gibt es kein grünes Licht für unsere Fahrt, die Kämpfe gehen unvermindert weiter. Auch Gorlovka liegt erneut unter Beschuss, drei Kinder sollen bei einem Granattreffer auf das Haus, in dem sie sich aufhielten, getötet worden sein. Uns stehen die Bilder noch vor Augen, die uns Freunde in der vergangenen Woche übermittelt hatten: rußgeschwärzte Wände, mit Pappe abgedeckte Scheiben, Glassplitter und Granatreste ... Der Krieg macht auch vor dem Krankenhaus nicht halt. Was werden wir vorfinden, wenn wir Gorlovka erreichen?

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11. Februar 2015

Die Antwort in der Frage liegt: Meinst du, die Russen wollen Krieg?

Ich lese bei Axel Springer „Jeder zweite Deutsche fürchtet Krieg mit Russland“. Diese Nachricht ereilt mich in Moskau und sie bestürzt mich. Das Letzte, was ich mir vorstellen kann und will, ist ein Krieg mit Russland. Ist ein Krieg mit Russland überhaupt denkbar? Diese Frage ist mir schon mehrfach durch den Kopf gegangen, seit ich die Warnung von Gorbatschow vor den politischen Zuspitzungen, die möglich sind, las. Gleichzeitig denke ich dabei immer an das große Gedicht von Jewgeni Jewtuschenko „Meinst Du, die Russen wollen Krieg?“

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21. November 2014

Wir wollen nach Hause, aber nicht in diese Ukraine - Donbass-Flüchtlinge in Russland

Es ist eigentlich ein Ort, an dem man Urlaub macht. Das Ferienlager in Taganrog, direkt am Asowschen Meer gelegen, erfüllt in diesen Tagen einen anderen, wesentlich traurigeren Zweck. Im Sommer nämlich, als hunderttausende Menschen aus dem Donbass vor dem Bürgerkrieg geflohen sind, wurde die Anlage von der Bezirksregierung kurzerhand zum Flüchtlingslager umfunktioniert. Über 600.000 Ostukrainer, überwiegend Frauen und Kinder, suchten Schutz im Nachbarland. Und Russland gab und gibt sich alle Mühe, den Nachbarn den unfreiwilligen Aufenthalt so erträglich wie möglich zu gestalten.

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19. November 2014

Lange Liste sozialer Grausamkeiten

Abbau aller staatlichen Subventionen, Ende der kostenlosen Schulbildung, Erhöhung des Renteneintrittsalters bei Frauen um drei, bei Männern um zwei Jahre, Erhöhung des Gaspreises um 100 Prozent, des Strompreises um 40 Prozent, Wegfall des Kindergeldes, Abschaffung aller staatlichen Subventionen - die Liste der sozialen Grausamkeiten, die der stellvertretende Vorsitzende der ukrainischen KP, Ihor Aleksejew, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion, Wolfgang Gehrcke und dem Ukraine-Experten Andrej Hunko bei ihrem Besuch in Kiew vorliest. Diese Kürzungen seien die Bedingungen des IWF an die Ukraine für weitere Kredite. Und der ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk habe vor Wirtschaftsführern die Erfüllung dieser Bedingungen zugesagt. „Es droht der soziale Kollaps“, so der KP-Funktionär gegenüber den Linken-Abgeordneten. Auch seine Partei geht schweren Zeiten entgegen. Das Verbotsverfahren läuft, und Präsident Poroschenko, der am gleichen Tag von einem „totalen“ Krieg mit Blick auf Russland gesprochen hat, brüstete sich nach dem Scheitern der Kommunisten an der Fünf-Prozent-Hürde bei den Parlamentswahlen, es sei für ihn ein Erfolg, diese Partei erstmals nach 96 Jahren aus der Rada ferngehalten zu haben. Trotzdem mache man weiter, die KPU werde sich wieder zurückmelden.

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09. April 2014

Verstehen wollen ...

Wir drei, unsere Außenpolitik-Referentin Margret Geitner, der Pressesprecher Michael Schlick und ich, sind übervoll von interessanten Gesprächen und offenen Debatten. Im Europäischen Forschungsinstitut für soziale Bewegungen speziell zur Krim-Krise, noch einmal im Außenministerium zu Nahost- und Syrienfragen – sehr nüchtern, sehr sachlich und im Bewusstsein der tiefen Probleme. Genf II hat keine Lösung gebracht, und keiner blickt durch, was Verhandlungen ergeben können. Leider.

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08. April 2014

Meinst Du, die Russen …

Meinst du, die Russen wollen Krieg? Das glaubt hier keiner, aber wie man aus der Krim- und anderen Krisen herauskommt, weiß auch so richtig keiner. Es fällt auf, dass die entscheidenden Schritte zwischen Russland und den USA verhandelt werden. Das Duo Kerry und Lawrow scheint zu funktionieren. Zumindest besser als die Abstimmung in der europäischen Politik. Die Impulse gehen von dieser Ebene aus und werden dann, wenn alles klappt, auf internationalen Konferenzen umgesetzt.

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07. April 2014

Auf Friedensmission in Moskau

Die deutsche Politik hat einen neuen Typus entdeckt: die „Russland-Versteher“. Einige Zeitungen und Teile der Bundesregierung fallen über sie her; ich identifiziere mich gern mit diesem Begriff. Man muss Russland verstehen wollen, wenn man eine rationale Politik entwickeln will.

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02. April 2014

Zivilgesellschaftliche Syrienkonferenz - All Sides Consultation for a Political Solution

Die oppositionellen Kräfte sind vielschichtig. Selbst auf dieser Konferenz waren wichtige Teile der Opposition nicht anwesend. Es ist nach wie vor ein offener oder auch ein Streitpunkt, inwieweit man sich auf Gespräche mit der legalen Regierung, d.h. mit der Regierung Assad, einlässt oder auf die eher von außen eingesetzte Exilregierung der Nationalen Koalition, die ebenfalls einen Alleinvertretungsanspruch erhebt, setzt.
Es ist eine große Leistung der Initiative Peace in Syria, Menschen aus diesen beiden und zusätzlich anderen Richtungen an den Dialogtisch eingeladen und dort gehalten zu haben.

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20. Dezember 2013

Konferenz für einen von Atom- und Massenvernichtungswaffen freien Nahen Osten

Am 5. und 6. Dezember fand im israelischen Haifa die Erste Internationale Konferenz für einen von Atom- und Massenvernichtungswaffen freien Nahen Osten statt. Veranstalter und Unterstützer dieses Treffens waren das Emil-Touma-Institut Haifa, die International Association of Peace Messenger Cities (IAPMC), die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Israel sowie die israelische Abrüstungsbewegung. Mein Dank gilt an dieser Stelle im Besonderen der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die RLS hat einen sehr positiven Eindruck bei den vielen israelischen, palästinensischen sowie internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern hinterlassen. Insbesondere die Rede von Angelika Timm im Rahmen der Konferenz-Festveranstaltung dokumentierte dies.

An der Konferenz beteiligten sich zahlreiche aktuelle und ehemalige Mitglieder der Knesseth. Prominentester Vertreter und Mitinitiator der Konferenz war der frühere Knesseth-Präsident Avraham Burg. Vertreten waren außerdem zahlreiche israelische NGOs und internationale Gäste aus den USA, Europa und Afrika. Sie vertraten mehr als 30 Organisationen, NGOs und Parteien.

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Wolfgang in Social Networks

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